FFW – Aktuell

Das überhitzte Auto – eine Todesfalle für Kinder und Tiere!

Das Auto ist bei dieser Hitze eine tödliche Falle – für Kinder und für Tiere. Wer ein Kind oder Tier im heißen Auto entdeckt, muss sofort handeln. Doch wie? Darf man einfach die Scheibe einschlagen?

Hitzewelle: Wer jetzt sein Kind oder Hund im Auto – auch nur für kurze Zeit – zurücklässt, bringt Tier wie Kind in große Lebensgefahr. Die Hitze im Auto steigt in nur kurzer Zeit enorm an.

Da ist es selbstverständlich, dass man ein Tier oder Kind sofort aus der tödlichen Situation befreien will, wenn man es entdeckt – nur wie?

Bei einem Kind in Gefahr MUSS ich handeln!

Wer ein zurückgelassenes Kind in einem Auto bemerkt, hat die Pflicht sofort zu handeln. Wer das nicht tut, macht sich strafbar wegen unterlassener Hilfeleistung. Dabei sollte man allerdings am besten erstmal versuchen das Kind oder auch Tier gewaltfrei zu befreien:

  1. Nach dem Autobesitzer suchen: Ist er in der Nähe? Kann ich ihm Bescheid sagen?
  2. Die Polizei oder Feuerwehr rufen

Entweder der Autobesitzer selbst oder die Feuerwehr können dann das Kind oder Tier aus dem überhitzten Auto retten.

Darf ich die Autoscheibe selbst einschlagen?

Wenn die Situation schon so bedrohlich ist, dass man davon ausgehen kann, dass die Feuerwehr es nicht rechtzeitig schafft, muss man selbst aktiv werden. Ganz offiziell ist das der Fall, wenn das Kind oder Tier in akuter Lebensgefahr schwebt.

In dieser Situation ist es hilfreich andere Menschen in der Nähe einzubeziehen und auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Diese Menschen können – im Fall einer späteren Beschwerde – dann bestätigen, dass die Lage so ernst war, dass man nicht anders handeln konnte.

Die Hitze im Auto wird innerhalb kürzester Zeit tödlich

Wie gefährlich es ist, sein Tier oder sogar sein Kind bei hohen Temperaturen im Auto zurückzulassen, wird häufig unterschätzt.

  • Bei einer Außentemperatur von 30 Grad dauert es nur 30 Minuten, bis es im Auto 46 Gradhat, so eine Berechnung von bußgeldkatalog.org. Der ADAChat ähnliche Temperaturmessungen gemacht und kam zu denselben Ergebnissen. Für Kinder oder ein Tier kann diese Temperatur tödlich sein.
  • Hat es draußen nur 20 Grad, erhitzt sich der Innenraum eines normalen, grauen PKW ebenfalls innerhalb von 60 Minuten auf 46 Grad.

Die Tabelle zeigt die Hitzeentwicklung bei unterschiedlichen Außentemperaturen in einem grauen PKW. Berechnet vonbußgeldkatalog.org.

Besonders Hunde können mit Hitze nicht gut umgehen

Wer einen Hund hat, sollte wissen: Hunde können nicht schwitzen, so wie der Mensch. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und brauchen so sehr viel länger, um ihren Körper abzukühlen. Tierärzte sagen, bereits ab 40 Grad könne der Hund einen Hitzschlag kriegen. Steigt die Temperatur weiter besteht für den Hund absolute Lebensgefahr!

Tiere im Auto: Fenster offen lassen hilft nicht!

Das Fenster einen Spalt offen zu lassen, hilft übrigens nicht: Auch wenn es einen kleinen Luftzug gibt, heizt sich das Auto schneller auf als es abkühlen könnte. Der ADAC hat bei einer Temperaturmessung im Innenraum des Fahrzeugs fast gar keinen Unterschied festgestellt – egal, ob das Auto ein geöffnetes Fenster hatte oder nicht.

Niemand lässt seine Hunde im Auto!?

Leider doch. Im Sommer 2018 sind drei Hunde im rheinhessischen Hamm qualvoll verendet. Ihr Besitzer hatte sie in einem überhitzten Auto zurückgelassen. Gegen ihn hatte die Berufstierrettung Rhein-Neckar Anzeige erstattet. Leider nur eines der vielen Beispiele, die jeden Sommer wieder passieren. Die Bilder sind erschreckend:https://www.swr3.de/aktuell/Hunde-verenden-in-ueberhitztem-Auto/-/id=4382120/did=4829186/2wg3rl/index.html

Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzrecht

Denn ein Tier im Auto zurückzulassen, ist keine kleine Sache. Wer das macht, verstößt gegen das Tierschutzrecht und kann angezeigt werden. Falls die Polizei einschreiten muss, weil Passanten einen eingesperrten Hund melden, muss außerdem der Polizeieinsatz gezahlt werden.

ERSTE ANZEICHEN FÜR EINEN HITZSCHLAG BEI EINEM TIER SIND:

  • Glasiger Blick
  • tiefrote Zunge
  • Hecheln mit gestrecktem Hals

Weiterer Verlauf eines Hitzschlags:

  • Erbrechen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstlosigkeit
  • im schlimmsten Fall der Tod des Tieres

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt: Wenn Symptome für Hitzschlag bei einem Tier auftreten, umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.

Tipps für Frauchen und Herrchen

Ganz generell sollten sich Tierbesitzer darüber im Klaren sein, was die Hitze auch für ihren Hund oder ihre Katze bedeutet. Bei hohen Temperaturen sollten sie besonders aufmerksam sein und darauf achten, dass es den Tieren gut geht.

  • Nicht in der Mittagshitze spazieren gehen. An so heißen Tagen wie jetzt wirklich erst nach Sonnenuntergang oder im Wald.
  • Insbesondere raten Experten, mit Hunden nicht auf heißem Asphaltspazieren zu gehen.
  • Frauchen oder Herrchen sollten das Fell der Tiere nicht zu kurz scheren. Die empfindliche Haut der Hunde neigt zu Sonnenbrand.
  • Darauf achten, dass die Tiere ausreichend Flüssigkeit bekommen und im Schatten liegen. Manchmal tun sie das nicht von alleine. Da darf man als Tierbesitzer auch mal nachhelfen.

Quelle: Kira Urschinger  SWR3

Ankündigung Tag der offenen Tür des Löschbezirks Lisdorf

Der Löschbezirk Lisdorf lädt ein:

Am 10. und 11. August 2019 stehen die Tore der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis, Lbz. Lisdorf wieder einmal für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen.

Komm zum Tag der offenen Tür zur Feuerwache Lisdorf, bring deine Kinder mit, habt Spaß, für jeden ist an diesem Tag etwas dabei.

Samstag, den 10.08.19 ab 18:00 Uhr

Sonntag, den 11.08.2019 ab 11.00 Uhr

Am Samstag um 18 Uhr findet die Eröffnung des diesjährigen „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis Löschbezirk Lisdorf statt.

Dazu hat sich der Löschbezirk ein ganz besonderes Highlight ausgedacht… in der Zeit von 19 bis 21 Uhr findet ein „Gummistiefel Weitwerfen“ statt, bei dem sich jeder sportlich betätigen und kleine erfrischende Preise erzielen kann.

Ab 20 Uhr erfreut uns mit ihrer Live Musik die Band Wishing Well.

Bei leckeren Gegrilltem, kühlen Getränken und erfrischenden Cocktails lässt sich der Abend genießen.

Am Sonntag treten die aktiven Feuerwehrleute, in einem nicht ganz so ernst gemeinten Leistungsmarsch, gegeneinander an.

Ab 11 Uhr findet ein Frühschoppenkonzert mit der Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf Picard, statt.

Wertvolle Tipps in Sachen Brandschutz (Rauchwarnmelder) und Brandschutzerziehung gibt es dann ganztägig in der Bootsgarage.

Informationen über unsere Feuerwehr werden mittels Schautafeln gegeben, hierzu die Struktur, der Aufbau sowie die aktuelle Ausstattung und Übungs- bzw. Einsatzstatistik.

Es können an der Feuerwache die Fahrzeuge und Boote, sowie das neue Löschfahrzeug HLF10, besichtigt werden.

Vorstellung der einzelnen Schutzausrüstungen der Feuerwehr von leichten Technischen Hilfe bis zur speziellen Wasserüberlebensanzügen Helly Hansen.

Auch können Sie mittels Feuerlöscher selbst am sog. Fire Trainer offene Flammen bekämpfen.

Eine besondere Schauübung rundet den ereignisreichen Tag ab.

Auch den Kleinen wird es natürlich nicht langweilig werden! Für unsere kleinen Gäste gibt es viele Dinge zu Erkunden und Bestaunen, wie Mal- und Bastelstraße, Hüpfburg, Zielschießen und vieles mehr….  Auch besucht uns das Puppentheater der Brandschutz-Erziehung der Feuerwehr Saarbrücken.

Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt.

Auf Ihr Kommen freuen sich die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis Löschbezirk Lisdorf

Was mache ich, wenn es brennt und keiner kommt?

Liebe Lisdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ehrlich gesagt möchte ich mir das nicht vorstellen und so viel auch vorausgeschickt, dies wird nicht passieren. Dafür hat der Gesetzgeber im Saarland Sorge getragen.

Seit fast 200 Jahren finden sich in Lisdorf Menschen, die diese Aufgabe freiwillig übernehmen. Welchen Wert dieses für alle Bürger unseres Ortes und unserer Stadt Saarlouis hat, wird immer wieder dann deutlich wenn Ihre Feuerwehr gefordert wird. Brände, Hilfeleistungen und vieles mehr leisten die Kameradinnen und Kameraden. Jeden Tag, sicher nicht selbstverständlich.

Das Leben in unserem Ort verändert sich. Die beruflichen Anforderungen der Menschen werden größer, der Faktor „Stress“ spielt eine immer größere Rolle. All dies sind Dinge, die unser Leben beeinflussen. In Folge ziehen sich Menschen zurück, das Gemeinschaftsleben geht zurück.

Auch die Feuerwehren spüren diese Entwicklung. Zwar werden die vorgegebenen Mindeststärken erreicht, doch bereits Werktags werden immer öfter die Löschbezirke aus dem Umfeld alarmiert um annähernd ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben. Diesem Trend wollen wir uns als Feuerwehrleute und Bürger unseres schönen Ortes entgegenstellen.

Haben Sie einmal darüber nachgedacht sich in der Feuerwehr aktiv zu engagieren? Warum haben Sie diese Frage für sich mit „nein“ beantwortet?

Geben Sie uns doch einmal eine Chance! Sie werden vielleicht überrascht sein. In den letzten Jahren haben einige Quereinsteiger den Weg zur Feuerwehr gefunden und sind mittlerweile mit Eifer dabei.

Der technische Fortschritt hat auch in der Feuerwehr Einzug gehalten, nicht nur am Strahlrohr ist Know-How gefragt. Modernste Fahrzeugtechnik und Brandbekämpfung sind interessante Themengebiete. Das Spektrum der Technischen Hilfeleistung ist groß und unwahrscheinlich spannend.

Ein ausgeglichenes Altersverhältnis ist für eine Feuerwehr sehr wichtig, nicht nur Einsatz- sondern auch Lebenserfahrung wird transportiert. Unterschiedliche Berufsgruppen sind wichtig im Einsatz bestehen zu können. Vom Handwerker bis zum Akademiker, Ärzte und Pflegekräfte. Alle Berufsgruppen steigern die Effizienz der Freiwilligen Feuerwehr.

Zu alt ist man nie. Neben dem beruflichen Alltag ist das Engagement als Mitglied der Feuerwehr durchaus eine willkommene Abwechslung. Auch Sport können Sie in der Feuerwehr betreiben, unsere Sportgruppe trifft sich regelmäßig.

Helfen Sie mit, die Sicherheit für unser Dorf zu erhalten, für unsere Mitmenschen und unsere Kinder.

Geben Sie uns als Feuerwehr die Chance ein Teil Ihres Alltags zu werden. Natürlich können Sie unsere Arbeit fördern durch einen Eintritt in unseren Förderverein.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Lisdorf

Das beste und teuerste Feuerwehrfahrzeug nützt nichts, wenn sich keiner reinsetzt und mit ihm ausrückt. Die Feuerwehr ist immer auf neue ehrenamtliche Mitglieder angewiesen.

Sollten Sie also Interesse an einer Mitgliedschaft haben, waren aber bisher zu schüchtern oder es fehlte der richtige Moment, können Sie an unserem „Tag der offenen Tür“, sich über die Organisation „Freiwillige Feuerwehr“ informieren.

Bei uns wirst DU gebraucht!” Informieren Sie sich und werden Sie Mitglied bei uns!

Mitmachen kann man bereits aber einem Alter von 6 bis 10 Jahren in unserer Kinderfeuerwehr „Drachenbande“. Im Alter von 8 bis 17 Jahren ist unsere Jugendfeuerwehr der geeignete Ansprechpartner. Ab 17 Jahren geht es dann in die aktive Wehr.

Natürlich ist auch Frauenpower gefragt, Mädchen und Frauen sind sehr willkommen.

Unser Tag der offenen Tür findet statt am:

10. und 11. August 2019  Feuerwache Lisdorf Großstraße 54

Wir freuen uns auf Sie!

Feuerwehr Lisdorf – Jahresrückblick 2018

Von Christoph Jenal

Im vergangenen Jahr wurde im Löschbezirk Lisdorf wieder eine Blockausbildung zum Thema „Brandbekämpfung in Gebäuden“ durchgeführt. Diese Ausbildungsreihe bestand aus vier Terminen, die zusätzlich zum regulären, wöchentlichen Übungsdienst angeboten wurden. Ziel der Blockausbildung war es, die Grundlagen für die Brandbekämpfung in Gebäuden aufzufrischen und zu üben. So bestand jeder Termin zunächst aus einem kurzen theoretischen Teil, in dem die Grundlagen aus dem Aus- und Fortbildungskonzept „Atemschutz“ der Freiweilligen Feuerwehr Saarlouis noch einmal dargestellt wurden. Anschließend wurden diese Grundlagen praktisch geübt bzw. demonstriert. Im Rahmen der einzelnen Termine wurden auch immer wieder neue Ideen betrachtet und diskutiert, ob diese für den Löschbezirk einen einsatztaktischen Mehrwert bringen würden. So konnte z.B. das Schlauchmanagement mit der sog. „7-2-Go-Methode“ verbessert werden.

Insgesamt kamen an den 4 Terminen rund 350 Ausbildungsstunden zusammen. Dazu kommen ca. 100 Stunden Vorbereitung für die Ausbildungseinheiten wie Ausarbeiten der Szenarien, Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen und Ausbildungsunterlagen sowie das Bauen von Modellen für die Kleinmaßstabsversuche.

Die Ausbildung gliederte sich in folgende Blöcke, die nachfolgend näher beschrieben werden:

Grundlagen zu Bränden in Gebäuden – Kleinmaßstabsversuche

Aufbauend auf der theoretischen Ausbildungseinheit „Den Brand Lesen“ in den Wintermonaten 2017 begann die Ausbildungsreihe am 14.04.18 mit Versuchen an Kleinmodellen, um die physikalischen Grundlagen zu Bränden in Gebäuden anschaulich zu erklären. Hierbei lag der Fokus auf dem Brandverlauf, der Branddynamik (speziell den Strömungspfaden) und dem „Lesen“ des Brandrauchs.

Für diesen Block wurden zwei Kleinmaßstabsmodelle in Eigenleistung hergestellt: Ein Raummodell aus Holz mit einer Sichtscheibe und ein Gebäudemodell aus Holz mit vier Zimmern und einem Dachboden nach den Plänen von Captain Matt Palmer, Stamford Fire Department, CT, USA („Palmers Dollhouse“).

Im ersten Versuch, wurde mit dem Raummodell der typische Brandverlauf in Räumen simuliert. Durch die Glasscheibe konnte so u.a. beobachtet werden, wie sich die Rauchschicht im Raum aufbaut und sich die Schwerkraftströmung und die neutrale Ebene einstellen. Durch gezieltes Öffnen von Ausschnitten in den Seitenwänden und der Raumdecke konnte der Brandverlauf in Abhängigkeit verschiedener Ventilationsszenarien beobachtet werden und verschiedene Phänomene der extremen Brandausbreitung simuliert werden.

Im zweiten Versuch wurde mit dem Gebäudemodell die Brandentstehung und –ausbreitung in einem Gebäude simuliert. Auch hier konnte der Brand im Modell mit einem gezielten Öffnen und Schließen einzelner Außen- und Innenöffnungen gesteuert werden, wodurch sich die Brandausbreitung und die Branddynamik bei einem Gebäudebrand eindrucksvoll simulieren ließen. Insgesamt konnten so die Strömungspfade visualisiert, die Zustandsänderungen des Rauches (Volumen, Dichte, Geschwindigkeit/ Druck, Farbe) im Verlauf der Simulation beobachtet und die Brandphänomene Rauchexplosion (backdraft), Raumdurchzündung (flashover) und Rauchdurchzündung (rollover) simuliert und praxisgerecht erklärt werden.

Brandbekämpfung im Innenangriff

Der zweite Block der Ausbildungsreihe fand unter dem Überbegriff Brandbekämpfung im Innenangriff statt und beinhaltete die Themen Löschmethoden und –taktik, Vorgehen im Innenangriff, Schlauchmanagement sowie Hygiene und Regenration im Brandeinsatz. Um diesem komplexen Thema ausreichend Zeit beizumessen, wurde am 17.05.18 eine Tagesausbildung in einem feststoffbefeuerten Brandhaus durchgeführt.

Zu Beginn wurden die Grundlagen der einzelnen Themen noch einmal besprochen und dabei u.a. folgende Fragestellungen aufgegriffen: Welche Strahlrohreinstellungen für welche Art der Brandbekämpfung? Wie gehe ich im Innenangriff vor? Wie sieht die Türprozedur aus? Welche Arten der Schlauchvornahme gibt es und welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus diesen?

Anschließend wurden die Grundlagen durch alle Teilnehmer praktisch geübt.

Nachdem die Grundlagen aufgefrischt waren, wurden das Übungsfeuer im Brandhaus entzündet und Angriffsübungen in Gruppenstärke durchgeführt. Hierbei lag der Fokus auf der korrekten Vorgehensweise und dem korrekten Durchführen der Maßnahmen im Innenangriff und außerhalb des Gebäudes. Während und nach den Übungen wurde auch das wichtige Thema Hygiene und Regeneration bei Brandeinsätzen aufgegriffen und den Teilnehmern nähergebracht.

Anmerkung: Für die Übung in dem Brandhaus wurde eigens eine ausführliche Gefährdungsbeurteilung erstellt, auf deren Grundlage die Schutzmaßnahmen für die Übung festgelegt und dokumentiert wurden. Vor der Übung wurden alle Teilnehmer auf Basis der Gefährdungsbeurteilung unterwiesen.

Suchen & Retten

Im vorletzten Block beschäftigten wir uns am 22.12.18 mit dem Thema Suchen und Retten im Innenangriff, wobei der Fokus auf dem Suchen von Personen lag. Nach einem kurzen Theorieteil zu den Grundlagen der Personensuche wurden verschiedene praktische Übungen in verrauchten Räumlichkeiten durchgeführt. Schwerpunkte waren hierbei die Orientierung im Gebäude bzw. in der Wohnung, die korrekte Vorgehensweise mit der Rückwegsicherung sowie die Kommunikation im Trupp, mit anderen Trupps und nach draußen zum Einheitsführer.

Atemschutznotfallmanagement

Im letzten Block der Ausbildungsreihe wurde am 29.12.18 das Thema Atemschutznotfallmanagement behandelt. In einem Theorieteil wurden zunächst die Ursachen für Atemschutzunfälle behandelt. Hierbei gingen wir auf ausgewählte tödliche Atemschutzunfälle der letzten 20 Jahre ein: Was war damals passiert und was können wir daraus lernen? Anschließend wurden die Grundlagen für den Einsatz des Sicherheitstrupps, die verschiedenen Rettungsverfahren sowie das Verhalten bei Notfällen besprochen.

Im Anschluss an den Theorieteil wurden zwei Szenarien aus der Ausbildungsempfehlung „Atemschutz-Notfalltraining“ von Atemschutzunfaelle.eu vorbereitet: Zum einen das „Hamburger Roulette“ bei dem es Ziel ist, den verunfallten Atemschutztrupp anhand seiner Rückwegsicherung aufzufinden, die Lage zu beurteilen und anschließend zu retten.

Zum anderen ein verunfallter Atemschutztrupp im Kellerbereich. Hierbei besteht die Herausforderung, unter Nullsicht in sehr engen Räumlichkeiten zu arbeiten und den verunfallten Atemschutzgeräteträger die Kellertreppe hinauf zu retten.

Ausblick auf 2019

Die Ausbildungsreihe fand bei den Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks großen Anklang. Alle Teilnehmer waren hoch motiviert.

Zudem ist der Zugewinn an Routiniertheit und Sicherheit beim Vorgehen unserer Atemschutzgeräteträger auch in aktuellen, realen Einsätzen bereits deutlich zu erkennen.

Dies bildet die beste Basis dafür, die Ausbildungsreihe in 2019 fortzuführen und mit neuen Schwerpunkten weiter auszubauen.

An dieser Stelle sei allen Kameradinnen und Kameraden gedankt, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Ausbildungsblöcke mitgewirkt haben und so zur Qualität der Ausbildung beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt hierbei Alexander Jenal für das Bauen der Modelle für die Kleinmaßstabsversuche.

Freiwillige Feuerwehr Lisdorf stellt sich vor

Logo Feuerwehr Lisdorf

Der Löschbezirk Lisdorf der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis, mit seiner fast 200-jährigen Geschichte, ist neben den Löschbezirken Innenstadt, Ost und West ein weiterer Garant für Brandschutz und Sicherheit in der Stadt Saarlouis.

Das hauptsächliche Einsatzgebiet des Löschbezirkes hinsichtlich Brandschutz und Technischer Hilfe deckt sich weitestgehend mit den Gemarkungsgrenzen des Stadtteils Lisdorf. Dieser ist mit einer Fläche von 1.071 ha (24,76% des Stadtgebietes) der flächenmäßig größte Stadtteil von Saarlouis. Die Fläche im Stadtteil Lisdorf wird zum größten Teil landwirtschaftlich, wie z. B. in der Lisdorfer Aue, genutzt. Die Einwohnerzahl beträgt rund 3.600, weswegen Lisdorf zu den bevölkerungsärmeren Stadtteilen zählt.

Aber Lisdorf ist auch ein Stadtteil im Wandel. So haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr Gewerbebetriebe und Einzelhändler in Lisdorf angesiedelt, sodass die Bebauung und das damit einhergehende Risiko und die Anforderungen aus brandschutztechnischer Sicht immer mehr stiegen. Ein Beispiel hierfür ist das Gewerbegebiet „Im Hader“, und der „Lisdorfer Berg“ das für ein Industriegebiet mit einer Fläche von ca. 390 ha erschlossen und bereits teilweise bebaut wurde. So haben sich mittlerweile einige Namhafte Firmen im neuen Gewerbegebiet niedergelassen und weitere Bebauungen stehen bereits in Planung.

Neben dem Brandschutz und der Technischen Hilfe im eigenen Einsatzgebiet, zu dem auch Teilstücke der Autobahn A 620 oder Bundesstraßen wie der B 51 und B 269Neu zählen, ist der Löschbezirk Lisdorf für die Wasserrettung im gesamten Stadtgebiet von Saarlouis zuständig. Hierzu zählen rund 9 Kilometer der Saar sowie mehrere stehende Gewässer, wie etwa die Saaraltarme und der Saarhafen in Roden. Außerdem beteiligt sich ein Teil der Lisdorfer Kameraden auch am gesamtstädtisch gebildeten ABC-Zug des Landkreis Saarlouis.

Neben dem regulären Einsatzdienst einer Freiwilligen Feuerwehr liegt ein weiterer Schwerpunkt der Lisdorfer Wehr in der Öffentlichkeitsarbeit. Ob beim alljährlichen Maibaumsetzen, dem “Tag der offenen Tür” oder bei Übungen und der Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten, die Männer und Frauen des Löschbezirkes sind immer präsent.

Auch die Nachwuchsförderung und Ausbildung sind in unserem Löschbezirk ein wichtiger Eckpfeiler. So gibt es neben unserer Jugendfeuerwehr, die bereits seit über 52 Jahren ein fester Bestandteil unserer Wehr ist, auch unsere erst im Jahr 2018 neu gegründete Kinderfeuerwehr, bei der bereits Kinder ab sechs Jahren spielerisch auf das Thema Feuerwehr und Ehrenamt vorbereitet werden.

Somit leistet die Freiwillige Feuerwehr über ihre Einsatzbereitschaft bei Unglücks- und Katastrophenfällen hinaus, auch einen entscheidenden Beitrag zum öffentlichen Leben in Lisdorf.

Und die Zukunft?

  • Ehrenamt ist unverzichtbares Fundament der Feuerwehr
  • Ehrenamt in der Feuerwehr ist ABSOLUT unentgeltlich
  • Nachwuchssicherung unter anderem über Jugend- und Kinderfeuerwehren
  • EINZIGE kommunale hoheitliche Aufgabe in ehrenamtlicher Hand
  • Sicherung des Ehrenamtes (Demografie)
Einsatzstatistik:

Im Durchschnitt wird der Löschbezirk Lisdorf, zwischen 80 und 100 mal im Jahr zu Einsätzen alarmiert. Aktueller Stand vom 31.12.18 liegt bei 106 Einsätzen, mit etwa 1180 geleisteten Einsatzstunden.

Dabei wurden insgesamt 36 Menschen gerettet und 1 Mensch musste leider tot geborgen werden.

Für Übungen, Ausbildung, Seminare und Brandschutzerziehung wurden insgesamt ca. 3000 weitere Stunden aufgebracht.
Im Jahr 2021 feiert unser Löschbezirk sein 200-jähriges Jubiläum.

Deshalb bitten wir unsere Lisdorfer Mitbürger um Ihre Mithilfe.

Vielleicht befinden sich noch alte Dokumente und Bilder in Ihrem Besitz, dem sie dem Löschbezirk Lisdorf zur Verfügung stellen möchten?

Diese werden dringend zur Aufarbeitung der Geschichtlichen Dokumentation gesucht. Wenn gewünscht, können diese zurück oder zur Aufbewahrung, in unser liebevoll betreutes Feuerwehrmuseum, gegeben werden.

Ansprechpartner hierzu ist unser:
Löschbezirksführer  Albert Bernard,
Telefon: 06831/46502, 01747755716
Mail: InfoFFW@lisdorf.de

Die Mannschaft des Löschbezirkes Lisdorf im September 2010 Foto: Fotografie Prisma

Weihnachtsfeier vom 16.12.2018

Von Michael Wiltz

Am letzten Sonntag fand in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Lisdorf, die jährliche Weihnachtsfeier der Aktiven Wehr, der Ehrenwehr, sowie der Jugend-und Kinderfeuerwehr statt. Zahlreiche Eltern, Kinder und Feuerwehrangehörige folgten der Einladung des Löschbezirksführers.

Gegen 16:30 Uhr begann die Feier mit einer kleinen Begrüßungs-und Dankesrede. Die Löschbezirksführung freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind um einen schönen Nachmittag in der Feuerwehr zu verbringen.

Jetzt gab es erst mal selbstgebackene Plätzchen, selbstgebackenen Kuchen, belegte Schnittchen, Kaffee und Kakao für alle. Im Anschluss wurde zusammen mit Instrumentaler Unterstützung von Peter, Andreas, Steven und Johanna einige Lieder gesungen.

Gegen 17:30 Uhr war es dann endlich soweit, der Nikolaus stand vor der Tür. Nun wurden die Kinder und Jugendlichen sehr still und hörten aufmerksam zu, denn der Nikolaus erzählte eine kleine Geschichte über sich selbst. Im Anschluss rief der Nikolaus jedes Kind und jeden Jugendlichen einzeln zu sich, sprach mit ihnen und übergab jeden eine kleine Überraschungstüte.

Nachdem alle Kinder und Jugendlichen glücklich und zufrieden waren, wurde der Nikolaus mit einem Gedicht und einem Lied verabschiedet. Danach ließen alle gemeinsam den Tag ausklingen mit leckerer Feuerzangenbowle und Glühwein. Alle waren sich einig, dass es eine sehr schöne und besinnliche Feier war.




Tag des Ehremamtes

Wusstet ihr…

… das der 5. Dezember der Internationale Tag des Ehrenamtes ist?

Der Tag rückt die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft in den Fokus. In Deutschland gibt es zum Beispiel rund 1.000.000 freiwillige, also ehrenamtliche Feuerwehrleute, aber „nur“ knapp 30.000 Berufsfeuerwehrleute.

Ehrenamt ist damit nicht nur in diesem Bereich eine der starken Säulen unseres Zusammenlebens.

Ehrenamt ist unverzichtbares Fundament der Feuerwehr

Ehrenamt in der Feuerwehr ist ABSOLUT unentgeltlich

https://www.facebook.com/HelfenKannJeder/videos/322729875216645/

Danke an alle Ehrenamtliche!

Danke an die vielen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die Helferinnen und Helfer des technischen Hilfswerks, die Ehrenamtlichen beim Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Maltesern, der Deutschen Lebensrettungsgeselllschaft, der Seenotrettung DGzRS, der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und in unzähligen anderen Organisationen und Vereinen!

Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben … wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar. (Helmut Kohl)

 

zusammen mit lisdorf.de